|
Die
durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt
gewordene Schauspielerin Gisela Uhlen ist tot. Sie
erlag in Köln im Alter von 87 Jahren einer längeren
Krankheit, wie ihre Familie bekannt gab.
Die
1919 als Gisela Friedlinde Schreck in Leipzig
geborene Schauspielerin und Tänzerin war an
zahlreichen großen deutschen Bühnen zu Hause. Ihr
Name verbindet sich aber auch mit der Schweiz:
1953/54 hatte sie Engagements am Stadttheater Basel,
später gastierte sie am Schauspielhaus Zürich.
1980 gründete sie ihre in Oetwil am See und in Zürich
beheimatete "Wanderbühne Gisela Uhlen".
Uhlen
stand 1936 zum ersten Mal auf den Bühnenbrettern.
Im gleichen Jahr spielte sie in dem Ufa-Film
"Annemarie" die Titelrolle. Noch vor
wenigen Jahren kam sie hochbetagt als Oma Inge in
der Fernsehserie "Forsthaus Falkenau" zu
später Popularität.
Während
der NS-Zeit wirkte sie auch an umstrittenen Streifen
wie dem propagandistischen Film "Ohm Krüger"
mit, stand mit Gustaf Gründgens und Elisabeth
Flickenschild vor der Kamera. Nach 1945 spielte sie
zunächst vor allem Theater. Gisela Uhlen arbeitete
unter anderem in Stuttgart und Frankfurt/Main und
wechselt 1954 aus privaten Gründen für wenige
Jahre nach Ostberlin.
Für
ihre Rolle in Rainer Werner Fassbinders Film
"Die Ehe der Maria Braun" erhielt Gisela
Uhlen 1979 den Bundesfilmpreis in Gold. Nach der
Mitwirkung auch in Boulevard-Komödien und
Kriminalfilmen hatte sie der damalige deutsche
Autorenfilm entdeckt.
Die
sechs mal verheiratete Künstlerin, zu deren Ehemännern
ihr Kollege Wolfgang Kieling gehört, hat die Töchter
Susanne und Barbara, die beide ebenfalls
Schauspielerinnen sind. Nach Aussagen ihrer Familie
lebte Gisela Uhlen seit mehreren Jahren zurückgezogen
in Köln, ist aber bis zum Schluss noch schreibend tätig
gewesen.
Quelle:
HEUTE, ZDF
|