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   11.04.2008, 3F-Fanclub

 

 

Flora und Fauna: Der Rabe

Der intelligente Meisterdieb

 

Raben, bei der Erwähnung dieser Tiere, läuft vielen ein kalter Schauer über den Rücken. Man verbindet sie mit düsteren Geschichten und vergisst dabei, dass die Tiere in griechischen Sagen Mythen waren.

 

 

 

 

 

Der Irrglaube, dass die Tiere in einer großen Population auf der Welt leben, ist weit verbreitet. Der genaue Betrachter kann schnell den Unterschied zwischen Krähen und Kolkraben erkennen. Vor allem im Flug auffallend ist sein keilförmiger Schwanz, der ihn von der ähnlich aussehenden Rabenkrähe schon von weitem unterscheidet. Egal ob Krähe oder Kolkrabe, beide gehören Sie der Rabenvögel.

 

Der Kolkrabe erreicht eine Größe von bis zu 60 cm. Er hat ein schwarzes Gefieder, dass ihm mit Hilfe des Tageslichtes einen bläulichen Glanz verleit. Der Schnabel ist lang, kräftig und hakig. Die besten Eigenschaften für eine erfolgreiche Nahrungsaufnahme.

Ihr Lebensraum erstreckt sich heute weit über die nördliche Erdhalbkugel hinaus. Kolkraben findet man in ganz Europa, Eurasien, Äthiopien, Nord- und Mitteleuropa. Die Suche nach dem geeigneten Lebensraum gestaltet sich für den Kolkraben ziemlich einfach, denn er fühlt sich sowohl an den Küsten, der Wüste, den Gebirgen und Wäldern heimisch. Er nistet in hohen Bäumen oder Felswänden und bis zu 70 Jahre alt werden.

 

Der Kolkrabe ernährt sich von Samen, Früchten kleinen Vögeln, Säugetiere und auch von Aas. Bisweilen können die Kolkraben durch ihren Jagdinstinkt das ökologische Gleichgewicht - durch die Jagd nach jungen Hasen und anderen kleinen, jagdbaren Tieren -  in ihrem Revier schädigen.

 

Fortpflanzung

Das Weibchen legt einmal im Jahr ein Gelege von max. 6 Eiern, die ca. 20 Tage ausgebrütet werden. Hier und auch bei der Aufzucht der Jungvögel sind die Elternteile gleichgestellt.

 

Intelligenz

Kolkraben gehören zu den intelligentesten Vögeln der Welt; beispielsweise zeigen sie in Experimenten die Fähigkeit, komplexe Handlungen im Voraus zu planen. Beim Verstecken von Futter zeigt der Kolkrabe sowohl große Merkleistungen, als auch die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen. Ein Rabe scheint zu wissen, dass ein Futterversteck nur dann sicher ist, wenn er beim Verstecken nicht beobachtet wird. Spektakulär sind seine Aktivitäten bei der scheinbar nicht zu zerstörenden Schale einer Nuss, denn trotz der Größe seines Schnabels sind die Raben nicht in der Lage diese zu knacken. Hier bedienen sie sich den menschlichen Erfindungen und scheinen dabei die Größe und Kraft eines Autos so einzuschätzen, dass die Nussschale von diesen gebrochen wird.

 

Interessantes

Kolkraben, die bereits in frühster Kindheit in Gefangenschaft geraten, können nicht nur zahm werden, sondern überraschen immer wieder durch ihre Klugheit.

 

Übrigens, das Sprichwort: "Klauen wie die Raben", kommt nicht von ungefähr. Die Sammelleidenschaft der Tiere ist ungebrochen und so wird alles Glänzende den Weg in ihr Versteck finden.

 

 

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