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Die
Gründe für dieses verstärkte Bewusstsein und den Drang
zum Verstehen lagen unter anderem an knapper werdenden Flächenreserven,
vermehrtem Bedarf an sauberem Trinkwasser, erhöhter
Umweltbelastung, steigendem Erholungsbedürfnis und zusätzlichem
Verbrauch des Rohstoffs Holz.
Die
vier Hauptfunktionen des Waldes
1.
Nutzfunktionen
Holz
ist ein vielseitiger Rohstoff, der ständig nachwächst
und umweltfreundlich erzeugt wird. In Deutschland werden
jedes Jahr ca. 57 Mio. Festmeter (Kubikmeter) nachhaltig
erzeugt. Die jährliche Einschlagsmenge beträgt ca. 40
Mio. fm Holz – wobei der jährliche Holzbedarf der
Wirtschaft bei 91 Mio. fm (1 fm = 1qm³) liegt. Neben dem
Holz bietet der Wald aber noch andere Erträge. Dazu gehören
Beeren, Pilze, Kräuter und Wildfleisch, die aber
wirtschaftlich nicht besonders ins Gewicht fallen.
2.
Schutzfunktion
Je
nach Standort (Gebirge, Flüsse etc.) übernehmen Wälder
Schutzfunktionen, die nicht nur für den Menschen, sondern
auch für Flora und Fauna von größter Wichtigkeit sind.
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a)
Bodenschutz
Wald
verhindert den Bodenabtrag durch Wasser und Wind.
Die starke Durchwurzelung des Waldbodens verhindert
in Hanglagen Steinschlag und Bodenrutschungen. Die
Gefahr des Bodenabtrags durch Wasser ist abhängig
von der Geländeneigung, von der Bodenart und der
Niederschlagsmenge. Alle Wälder in Steillagen erfüllen
daher Bodenschutzfunktion.
b)
Lawinenschutz
Der
Lawinenschutzwald ist eine besondere Form des
Bodenschutzwaldes. Er kann die Entstehung von
Lawinen verhindern oder kleinere Lawinen bremsen.
c)
Wasserschutz
Wald
leistet einen erheblichen Beitrag zum
Wasserhaushalt. Der Waldboden speichert große
Mengen von Wasser und verhindert dadurch den Oberflächenabfluss.
Ist die Speicherfähigkeit erschöpft, so fließt
es, durch den Boden gefiltert, in das Grundwasser ab
und erhöht das erfassbare Gundwasserangebot.
c)
Klimaschutz
Der
Wald gleicht tägliche und jährliche
Temperaturschwankungen aus, erhöht die
Luftfeuchtigkeit und steigert die Taubildung. Da das
Waldklima von der verringerten Sonneneinstrahlung
und der höheren Luftfeuchte geprägt ist, sind die
Lufttemperaturen im Sommer dort meistens niedriger
als im Freien. Es können Unterschiede von 3° bis 6°C
gegenüber dem Freiland und 4° bis 8°C gegenüber
von Städten eintreten. Große zusammenhängende
Waldflächen in der Nähe von Städten können das
Klima positiv beeinflussen. Die
Temperaturunterschiede zwischen Wald und Stadt
bewirken einen ständigen Luftaustausch. Dadurch
gelangt reine und qualitativ bessere Luft in die
Siedlungsgebiete.
d)
Immissionsschutz
Der
Wald filtert Stäube, Gase und radioaktive Stoffe
aus der Luft. Die Filterwirkung von Wäldern ist
insbesondere abhängig von der Blattoberfläche. So
kann 1 Hektar (100 x 100 m) Fichtenwald 420 kg
Schmutzpartikel ausfiltern; ein im Winter kahler
Buchenwald gleicher Größe jedoch nur 240 kg
Schmutzpartikel. Gase können hauptsächlich dann
aufgenommen werden, wenn die Baumkronen feucht sind
und sich die Gase im Regenwasser lösen können
(Saurer Regen). |
3.
Erholungsfunktion
Der
Wald wird von den Erholungssuchenden am stärksten als
ursprüngliche Natur empfunden. Er bietet den Besuchern
Ruhe, Entspannung und ein günstiges Erholungsklima. Aber
auch für sportliche Aktivitäten wird der Wald in verstärkten
Maße aufgesucht.
4.
Sonderfunktionen
Landschaftsschutz:
Wald gestaltet die Landschaft und prägt das
Landschaftsbild.
Naturschutz:
Wald ist oft prägendes Element von National- und
Naturparks. Wald bewahrt viele einzigartige prähistorische
und historische Kulturzeugnisse (Hügelgräber, Ringwälle,
Römerstraße, Reste des Limes etc.)
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